|
Die Fachschale Baulücken und Brachflächen ist ein Werkzeug für das Kommunale Flächenressourcenmanagement. Es beinhaltet die Erfassung und Verwaltung vorrangig innerörtlicher Entwicklungspotenziale auf Baulücken und Brachflächen durch An- und Aufbauten. Die Nutzung von Flächen im bestehenden Siedlungsgefüge hat viele Vorteile. Beispielhafte Vergleichsrechnungen zeigen, dass für die Realisierung eines Neubaugebietes in einer Kommune erhebliche finanzielle Mittel aufzuwenden sind. Durch die Nutzung von Bauland im Bestand, wie z.B. des aktivierbaren Teils der Baulücken, können diese Kosten reduziert bzw. die Aufwendungen für die Deckung des kommunalen Baulandbedarfs gemindert werden.
|
|
Für die Erhebung der Baulücken und Brachflächen sind folgende Grundlagen und Quellen geeignet:
- Luftbilder
- ALK
- Flächennutzungsplan (FNP)
- Bebauungspläne
- Landschaftsplan, Grünordnungsplan
- Altlastenkataster
- Vor-Ort-Begehungen
Die typischen Arbeitsschritte zur Erhebung sind:
- Erfassung potenzieller Baulücken aus Flurkarten und Luftbildern
- Überprüfung der Flächen bezüglich der vorgegebenen Nutzungsarten im FNP
- Aufnahme der Flächen in das Kataster
- Baurechtzuweisung (Jede Fläche wird daraufhin überprüft, ob sie im Bereich eines B-Planes oder im unbeplanten Innenbereich (§ 34-Gebiet nach BauGB) liegt
- detaillierte Erfassung aller Daten durch eine Begehung vor Ort
- Ergänzung und Strukturierung der Daten durch die Planung von potentiellen Baugrundstücken je Fläche und die Angabe von Bodenrichtwerten
- Erstellung digitaler Karten und anschließende Begehung zur Überprüfung und Abnahme
Arbeitsschritte zur Aktivierung der Baulücken und Brachflächen:
- Anschreiben an Eigentümer einer Baulücke / Brachfläche
- Ankündigung der Veröffentlichung eines Baulückenkatasters
- Veröffentlichung des Baulückenkatasters
- Kommunikation mit Interessenten
- Einbindung der Baulücken und Brachflächen in andere Planungs- und Fachprozesse
|