
www.k2-computer.com Newsletter vom 2002-05-31
Herausgeber: K2-Computer Softwareentwicklung GmbH
Kontakt: info@k2-computer.com
GEOvision³ – mehr als die Darstellung von Messdaten
Anwenderbericht von Dipl.-Ing. Ralf Thielecke
Städtebauliche Arbeitsgemeinschaft
Stadtplaner · Beratende Ingenieure
http://www.staedtebauliche.de
Als Ingenieurbüro für Siedlungswesen mit den Schwerpunkten Städtebau, Landschaftsplanung, Entwässerungsplanung und Straßenbau kommt für uns nur eine CAD- Software in Frage, auf der Kataster- und
Ingenieurvermessung aufsetzt. Mit GEOvision³ haben wir ein modulares, preiswertes Softwarekonzept gefunden, dass diese Grundvoraussetzung erfüllt.
Bereits mit dem Grundmodul (Kernel) konnten wir die Bearbeitung und Visualisierung unserer Pläne gegenüber unserer bisherigen Lösung deutlich verbessern. Diese
Behauptung soll nachfolgend mit einigen Beispielen illustriert werden.
Beispiel Datenimport:
Als Ingenieurbüro stehen wir in einem regen Austausch mit Vermessern, Architekten, Kommunen Bauträgern
und anderen. Regelmäßig werden von uns erste Konzepte auf der Grundlage der gescannten DGK5 entworfen,
auf die zugelieferte digitale Flurkarte übertragen, mit den Grundrissen der Architekten abgeglichen, in einen
Bebauungsplan umgesetzt und beispielsweise dem Vermesser zur Herstellung der amtlichen Lagepläne zum
Bauantrag übergeben.
In erster Instanz unterstützt uns GEOvision³ über eine Vielzahl leistungsfähiger Konverter zum Datenimport.
Aber auch der beste Konverter kann nur umsetzen, was der Projektpartner übergeben hat. Hier mangelt es häufig
nicht an der Menge der Daten, sondern an einer nachvollziehbaren Struktur. Gefragt sind dabei in der Regel
nicht die Messdaten sondern die dem Ausgabemaßstab entsprechend detailreichen oder generalisierenden
Karten.
GEOvision³ ermöglicht uns nun in zweiter Instanz, die Daten in unsere
Datenstruktur umzusetzen und ansprechend zu visualisieren. Zunächst wartet die Software
mit einem Folienbaum auf. Dieser Folienbaum lässt sich vergleichbar mit einer
Festplatte auf dem Rechner organisieren. Per Maus oder Zwischenablage werden die
Folien gruppiert u
nd können dann
gemeinsam ein- und ausgeblendet, aktiviert oder gesperrt werden. Wann immer Daten
importiert werden, sie landen in einem eigenen Ast und können den anderen Folien
kontrolliert zugefügt oder gegen diese ausgetauscht werden.
Durch vielfältige Filterwerkzeuge können unterschiedliche Elemente anhand ihrer signifikanten Eigenschaften
selektiert und danach gemeinsam verschoben oder verändert werden. Da sich die Merkmale kreuzen lassen, sind
aus einer bestimmen Folie beispielsweise alle Kreise mit einem bestimmten Durchmesser in einer bestimmten
Linienart selektierbar. So können dann auch Texte einer bestimmten Größe unter der Bedingung selektiert
werden, dass sie einen Punkt enthalten und schon sind alle Höhentexte der Form ##.## zum Verschieben auf eine
eigene Folie ausgewählt.
Abbildung 1: Der Folienbaum, teilweise geöffnet
(Teilansicht des Folienmanagers)
Beispiel: Steuerung der Objekteigenschaften
Werden die Schnittstellen DWG oder DXF genutzt, so sind die Objektattribute wie Farbe und Linienart und -
breite unmittelbar an die Objekte selber und nicht an die Folien gebunden. Für ein rationelles Arbeiten hat sich
jedoch die Voreinstellung eines Folienbaumes einschließlich der Vorschriften für die Darstellung der Objekte als
Bürostandard bei uns durchgesetzt. So kann die gesamte Planzeichenverordnung von Anfang an zur Verfügung
gestellt und durch Zeichnen auf der jeweils richtigen Folie für Baugrenzen, Geh- Fahr- und Leitungsrechte,
Straßenbegrenzungslinien etc abgerufen werden.
Darstellung durch die Objektattribute als auch durch die
Folienattribute. Importierte und eigene Daten werden jeweils richtig dargestellt.
Für Ausnahmen kann auch eine Folie sowohl foliengesteuerte als auch objektgesteuerte Elemente enthalten, wenn es nicht
lohnt, für ein einzelnes Objekt eine separate Folie anzulegen. Für den Export verfügt die Software dann
über eine Funktion, alle Eigenschaften bei Bedarf an die Objekte zu knüpfen und ihre Folienabhängigkeit
aufzuheben, so dass die Eigenschaften möglichst lückenlos auf ein anderes System übergeben werden
können.
Abbildung 2: Anzeige und Manipulation der Objekteigenschaften und der Darstellungsparameter
Beispiel: Darstellungsqualität
Naturgemäß erfordert eine saubere zeichnerische
Darstellung von Eckverbindungen und besonderen Linienpattern einen hohen
Aufwand. Dieser kann vom Benutzer oder von der Software erbracht werden. Bei
GEOvision³ finden wir umfassende Möglichkeiten der Liniengestaltung bis hin zur Definition mehrerer paralleler
Linien mit einem seitlichen Offset. Bei der Bearbeitung der Eckpunkte wird
deren Modulation auf Wunsch sogar in Echtzeit angezeigt. Gleichfalls ist es mit einem
Mausklick möglich, Anfangs- und Endpunkt eines Objekts zu vertauschen, damit asymetrische Linienpattern und
Linien mit Offset auf die gewünschte Seite fallen. Ein über die verschiedenen Maßstäbe einheitlicher Zeichenstil
(Skalierung) und eine flächengetreue Konstruktion von Umgrenzungen aller Art sind
das Ergebnis.
Abbildung 3: Bearbeitung eines Polygons, Echtzeitdarstellung der Eckkonstruktion bei selbst definierter Linienart
Auch im Bereich der Flächen (Solids) unterstützt uns die
Software bei der Gestaltung unserer Pläne. Strecken, Polygone, Kreissegmente u.a. können zur Definition einer
Kontur herangezogen werden. Dabei kommt es lediglich darauf an, dass die Kontur geschlossen ist, nicht darauf, ob sich die
Endpunkte der Elemente berühren. Auch das Nachzeichen bereits erzeugter Elemente mit
einem Polygon entfällt. Die Farbfläche
besitzt danach einen Umfang und einen Flächeninhalt, der sogar als Beschriftung der Fläche in die Zeichnung eingetragen
werden kann. Selbstverständlich können Konturen bearbeitet werden und die Flächendarstellung wird der neuen
Kontur angepasst. Die Flächendarstellung selber kann in Farbe und Schraffur auch im nachhinein umfassend
verändert werden.
Alle Objekte können mit ihren Eigenschaften in Symbole (Blöcke) übernommen werden; also
auch Farbflächen, benutzerdefinierte Linien und Bitmaps. Einmal definierte Gruppen von
Elementen liegen so für die nachfolgend erstellten Zeichnungen sofort in
Auggabequalität vor. Zerlegen und nachträgliches Füllen von Symbolen ist überflüssig und so wird auch der
Tausch aufwendiger Symbole gegen vereinfachende Darstellungen und zurück mit
wenigen Befehlen ausführbar.
Abbildung 4: Gestaltung mit Farbflächen und Symbolen
Beispiel: Druckausgabe
GEOvision³ gibt die Modelle, wie die meisten aktuellen Softwarepakete, auf dem Bildschirm wie auf dem Papier
mit derselben Darstellung aus (WYSIWYG). Da dies insbesondere bei Plänen mit großer Detailtiefe und
vielfacher Kombination unterschiedlicher Daten entweder für die Bearbeitung oder aber für die Ausgabe
untauglich ist, kennt die Software zwei Verfahren, die Druckausgabe gegenüber der Bearbeitungsansicht zu
verändern. Zum einen können den Objektfarben (bis zu 255) Druckfarben zugeordnet werden.
Zum anderen können für das Modell unterschiedliche Ansichten definiert und vor dem Drucken oder Plotten aufgerufen
werden.
Anders als bei der Stiftzuordnung wird die Strichbreite der Objekte von der Farbzuordnung nicht beeinflusst, so
dass beispielsweise die Definition je eines roten Stifts mit 0,35, 0,5 und 0,7 mm Breite der Vergangenheit
angehört. Vielfach ist eine Veränderung der Strichbreiten sogar überflüssig, weil über die Objekt- oder
Folieneigenschaft 'Skalierbarkeit' eine Anpassung an verschiedene Maßstäbe
vordefiniert werden kann. Die Abgrenzung eines Plangebietes wird auch im Maßstab 1:250 so schmal bzw. breit dargestellt, wie im
Entwurf des Maßstabs 1:1000. Für Symbole bietet sich die Steuerung über die Skalierbarkeit ebenfalls an: Die Symbole
der Grenzsteine behalten ihren Durchmesser, das für die Straßenbäume verwendete Symbol 'Baum' wird dagegen
immer maßstabsgerecht abgebildet.
Für die eigentliche Ausgabe
stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Eine unmaßstäbliche
Bildschirmausgabe und ein maßstäbliches plotten des Bildschirminhaltes sind
selbstverständlich. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur Definition und
Ausgabe von Plotboxen mit Blattgrößen, Maßstäben, Rändern, Faltmarken, Legenden, Spiegeln,
Nordpfeilen und Logos unmittelbar aus dem Gesamtmodell heraus. Da alle hinzutretenden Elemente
selbständig freigestellt werden, reduziert sich der Bearbeitungsaufwand für die
Herstellung von Blattschnitten und Plänen unterschiedlicher Maßstäbe erheblich.
Abbildung 5 - Ausgabe der Plotbox, Modell und Druckvorschau
Eine besonders interessante Funktion soll zum Schluss die Vielfältigkeit des Einsatzes von GEOvision³
veranschaulichen: Die Ausgabe der Modellansicht in ein Bitmap liefert hervorragende Ergebnisse, weil ein
Vielfaches der Bildschirmauflösung als Ausgabegröße und damit als Auflösung des Bildes eingestellt werden
kann. So wird die Einbindung der CAD- Zeichnung in Präsentationen mit Photoshop,
Corel oder auch einem Textverarbeitungsprogramm ohne große Konverter und Tests verschiedener Einstellungen möglich.
Insgesamt haben wir mit der Entscheidung für GEOvision³ eine ausgesprochen flexible CAD- Software erhalten,
die sich sowohl in die Welt der Messdaten, als auch in die Welt der Planung und Projektierung integriert. Mit
diesem Programm können wir unsere Vorstellung von der Gestaltung der Pläne umsetzen, ohne auf die
vermessungstechnische Genauigkeit und Maßhaltigkeit der einzelnen Elemente oder der
gesamten Zeichnung zu verzichten. Dass uns der Hersteller eine Vielzahl von Modulen für die technische Planung unter seinem Dach
zur Verfügung stellt, bringt eine Reihe weiterer Vorteile mit sich, die aber nicht das Thema dieses Anwenderberichts
sein sollen.
K2-Computer Softwareentwicklung GmbH
Billungstraße 2
D-06484 Quedlinburg
GERMANY
Tel.: +49 (0)3946 6895-0
Fax: +49 (0)3946 6895-79
eMail: info@k2-computer.com
Web: http://www.geovision3.net
K2-Computer Softwareentwicklung GmbH
Zentrale Vertrieb Deutschland
Windmühlenweg 4
D-47906 Kempen
GERMANY
Tel.: +49 (0)2845 2979-0
Fax: +49 (0)2845 2979-29
eMail: vertrieb@k2-computer.com
Hier können Sie sich aus dem Newsletter austragen:
http://www.geovision3.net/de/k2-computer/k2_computer/k2_computer_newsletter.html