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www.k2-computer.com Newsletter vom 2002-06-17
Herausgeber: K2-Computer Softwareentwicklung GmbH
Kontakt: info@k2-computer.com
GEOvision³ in der Stadtverwaltung Geldern
Anwenderbericht von Gregor Bettray
c/o Stadt Geldern,
Administration/Koordinierung GIS,
E-Mail: gregor.bettray@geldern.de,
Internet: www.geldern.de
Die Stadt Geldern setzt seit Ende 2000 GEOvision³ erfolgreich zur Bearbeitung
und Verwaltung des Kanalkatasters sowie sämtlicher peripheren Anwendungen der Kanalpflege und Kanalunterhaltung ein.
Aber auch für den Bereich der Städtebaulichen Planung sowie der Straßenbauplanung
sollen kurzfristig die entsprechenden GEOvision³-Module eingesetzt werden. Hierzu ein paar Eckdaten:
Geldern ist ein städtisches Mittelzentrum im Kreis Kleve am Niederrhein mit rund 34 000 Einwohnern.
Zur Stadt Geldern gehören außer dem Stadtzentrum noch weitere sieben Ortschaften auf einer Stadtgebietsfläche
von rund 97 km2. Es sind folgende Datenbestände zu verwalten: ~210 km Kanal, ~10 000 Hausanschlüsse, 5 000 Senken.
Im GEOvision³-Kanalkataster
werden sämtliche relevanten Daten aller Kanalsysteme sowie deren Auswertung in
alphanumerischer und grafischer Form bearbeitet (Bild 1). Das Kanalkataster verwaltet
neben den Vermessungsdaten die ausprägenden, technischen Daten, Zustandsinformationen wie
beispielsweise TV-Untersuchungen in digitaler Form, hydraulische Daten und alle sonstigen für
den Betrieb relevanten Informationen der Kanalnetze. Dem Kanalkataster werden somit umfassende Information über den
Bestand, den Betrieb und die Erhaltung, Erweiterung oder Erneuerung entnommen. Hierbei ist der Bezug aus der Datenbank in
die Grafik und umgekehrt immer sofort möglich. Die Mehrfenstertechnologie stellt
bei Bedarf eine Vielzahl von Informationen auf einen Blick zur Verfügung (Bild 2).

Bild 1: Auswertung
der Kanalsysteme
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So werden beispielsweise in Geldern sämtliche
Videos und Schadensbilder von TVUntersuchungen in digitaler Form auf einem entsprechenden Datenserver abgelegt
und können jeweils sofort als optische Information zur Haltung/Zustandsdaten/ Untersuchungsdatum aufgerufen werden.
Die Zuordnung dieser Digitaldaten zur jeweiligen Haltung erfolgt automatisiert beim ISYBAU-Import der Untersuchungsdaten.
Fernseher, Videorecorder, VHSCasetten und stundenlanges Suchen nach diversen Timecodes von Haltungsschäden
gehören in Geldern der Vergangenheit an (Bild 3). Das automatisierte Erzeugen von
Schadensprotokollen mit Darstellung einer Haltungsgrafik sowie den entsprechenden
Stationierungen gehört ebenfalls zum Standardumfang des Kanalkatasters. Der Import
und Export ist in allen gängigen Datenformaten möglich.
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Bild 2: TV-Untersuchung
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Jedes Kanalelement besteht aus einem oder mehreren CAD-Objekten. Diese werden bei der
Erzeugung der Kanalelemente automatisch angelegt.
Die grafische Ausprägung der einzelnen
Elemente wird über Folien geregelt. Die Foliensätze und grafischen Ausprägungen zusammengehörender
Elemente werden über Netztypen geregelt. Bei der Erzeugung von Netztypen werden die dafür erforderlichen
Foliensätze vom System angelegt. Zusätzlich stehen die Elemente Einzugsgebiete,
Kanaluntersuchung, Untersuchung Haltung, Untersuchung Schacht, Haltungsschaden und Schachtschaden zur Verfügung.
Stützelemente des Kanalnetzes sind die Schächte. Diese sind mit Koordinatenwerten
versehen und können auch als einzelne alleinstehende Elemente erzeugt werden.
Haltungen und Anschlüsse werden
durch die Schächte definiert.

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Bild 4: Berichts-Manager
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Bild 3: Haltungsdaten
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Auswertungen des gesamten Kanaldatenbestandes können über frei definierbare
Abfragen vollzogen werden. Hierzu können alle verfügbaren Netzelemente
herangezogen werden. Die unterschiedlichsten Kriterien bzw. Auswertungstypen
lassen hier die Auswahl sämtlicher verfügbaren Attribute des ausgewählten
Netzelementes zu, die dann über Faktoren, Operatoren eine differenzierte
Werteauswahl zulassen. Auch eine Kombination mehrerer Bedingungen ist hier
möglich. Die so ermittelten Auswertungsergebnisse können so gefiltert und/oder
markiert werden. Eine solche Markierung wird natürlich anschließend sofort in
der Grafik umgesetzt. Definierte Abfragen sind speicherbar. In einem
Berichtsmanager sind diverse Standardberichte bereits verfügbar (Bild 4). Es
können aber auch eigene Berichte/Vordrucke generiert werden, die eine
komfortable Erstellung von Datenbankauszügen ermöglichen. Zur Ausgabe wird
eine Vielzahl von Möglichkeiten angeboten (z. B. auf dem Drucker,
Monitor/Bildschirm, Browser, nach Word oder Excel).

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Bild 5: Datenstruktur
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Bild 6: Struktur der Klassen
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GEOvision³ GIS und GEOvision³ GIS view und access
GEOvision³ GIS
Im GEOvision³ GIS können in der Administration Datenbank- und Dialogdesign
eines GIS-Projektes geschaffen werden. Dies bildet die Grundlage für die Erfassung
und Fortführung des Datenbestandes. Hierzu ist das logische Datenmodell in die
Hierarchiestufen Branche, Fachschale und Klasse gegliedert. Fachschalen sind immer
genau einer Branche zugeordnet, während Klassen mehreren Fachsc alen zur Verfügung
stehen können und letztendlich die Objekte selbst beschreiben. In einer Baumstruktur
werden die Abhängigkeiten der einzelnen Fachschalen und Klassen dargestellt
(Bild 5). Die Benutzersicht wird in Form von Dialogen bereitgestellt, die
ebe falls Bestandteil einer Fachschale sind. Diese Dialoge können durch einfaches ‚drag and drop‘ der
Datenfelder aus der zugehörigen Klasse in einen Blankodialog erzeugt werden. Entsprechend
einfach ist die Ausgestaltung bzw. das spätere Erscheinungsbild dieser Dialoge. Die Dialoggenerierung selbst
bietet noch weitere Funktionalitäten zur Berechnung und/oder Auswertung von
dort platzierten Datenfeldern. So ist beispielsweise die Auswertung sowie die Berechnung
von Datenfeldern unterschiedlicher Klassen einer Fachschale in einem Dialog möglich. Sehr komfortabel ist auch
die Möglichkeit, hierzu eigene „Macros“ anfertigen zu können. Die Auswertung der
Bestandsdaten läßt hier fast keine Wünsche offen (Bild 6).
GEOvision³ GIS view und access
Bei der Stadt Geldern wurden mit dieser GIS-Performance bereits einige
eigen e
Fachschalen, wie z. B. für die Hausanschlussverwaltung, das Senkenkataster,
die Senkenverwaltung sowie für die Verwaltung von Haltungsspülplänen im
Zuge der Selbstüberwachungs-Verordnung Kanal (SüwVKan), erzeugt und den
Fachbereichen mit ‚GEOvision³ GIS view und access‘-Stationen bereit gestellt. Wie
der Name schon sagt sind dies nicht nur reine Auskunftsstationen. Die bereitgestellten
Funktionalitäten (Auswertungen, Berechnungen) der GIS-Dialoge können in
vollem Umfang genutzt werden. Hierzu gehört selbstverständlich auch die Verfügbarkeit
sämtlicher Ausgabemodi für die Grafik sowie Datenbankauszüge. Die entsprechend notwendigen GIS-Anwendungen
konnten somit genau auf die Bedürfnisse des jeweiligen Sachgebietes zugeschnitten werden. Zuvor wurden bisherige
und geplante Arbeitsabläufe auf Synergien überprüft und abgestimmt. Mit
den hier nun verfügbaren technischen Hilfsmitteln und dem Einsatz von
GEOvision³ GIS ‚view und access‘-Stationen ist ein viel effizienteres Arbeiten möglich. Ferner
werden durch die administrierten GEOvision³ GIS ‚view und
access‘-Stationen redundante Daten vermieden.
Fazit
GEOvision³ ist eine CAD/GIS-Software die absolut dem Stand der heutigen Technik
entspricht. Mit dem Angebot der unterschiedlichsten Module für die technische
Planung sowie den Bereich GIS aus einem Softwarehaus, können unsere Bedürfnisse
zur Bearbeitung und Verwaltung raumbezogener Daten nahezu vollständig abgedeckt
werden. Weitere GIS-Anwendungen sind bei der Stadt Geldern bereits projektiert und werden zeitnah realisiert
sein.
Bild
7: Hausanschlußverwaltung
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